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Helmuth Schröder

Als 1999 die Völkshäger ihren Dorfverein „Helmuth Schröder" gründeten, stand in einem Presseartikel unter anderem geschrieben:

„Was konnte den Einwohnern von Völkshagen Besseres widerfahren, als dem Dorfverein den Namen des niederdeutschen Heimatdichters Helmuth Schröder zu geben. Es lag ja nahe, einem Mann Ehre zu erweisen, der um die Jahrhun-dertwende in Völkshagen lebte und wirkte und von dem es auf der Gedenktafel am ehemaligen Schulgebäude heißt: `Hei was uns Fründ un Vörbild´.“

 

Helmuth Schröder lebte von 1824 bis 1909 . Er war ein Zeitgenosse von Fritz Reuter , den er sehr verehrte . Mit lustigen Reimereien nach Reuters Art der „Läuschen un Riemels " begann er, neben seiner Lehrertätigkeit in Parchim, 1867 selbst zu schreiben. Zu Weihnachten 1880 veröffentlicht Helmuth Schröder seine ersten Gedichte unter dem Titel „ As`t de Garv givt ".

Bald wird dem Lehrer das Stadtleben zu eng . Er muß Landluft atmen . Wald und Wiesen sehen , wie er in einem Brief schreibt .

Verschiedene Mecklenburgische Dorfschulen waren seine Dienststellen, bis dann 1886 die Familie Schröder mit sieben Kindern nach Völkshagen kam .

 

Die zweite Gedichtsammlung, der Lyrikband „ Plattdütsch Kränz un Strüz`" erschien 1899. 1904 bis 1907 wird die Prosa-Trilogie „Ut Meckelbörger Buerhüser " herausgegeben. Sein Gedichtband „ut minen lütten Gorden" gilt als die „Krone seiner Dichtungen", wie es später heißen wird. Hier stehen unter anderem die schönen Gedichte „Wo sünd mine Johren bleben", „Min Meckelborg"

und das auch noch heute immer wieder gern von den Völkshägern aufgesagte „…du min leiw lütt Dörp Völkshagen".

 

An Michaelis ( 29. September) 1908 tritt Helmuth Schröder in den Ruhestand. Er verläßt Anfang Oktober Völkshagen und zieht nach Ribnitz .

 

Anlässlich seiner Pensionierung, als Anerkennung seines 42-jährigen Schuldienstes und nicht zuletzt für die Pflege der niederdeutschen Sprache, erhält Helmuth Schröder vom mecklenburgischen Großherzog die „Medaille für Wissenschaft und Kunst", die neben ihm auch Fritz Reuter und Heinrich Seidel tragen durften.